Keine rechtliche Grundlage für EUT und das Assistenzhundegesetz
Hunde, Hunde, Hunde...
Keie Angst, mein Papa hat nix gegen Hunde, er ist aber durch und durch Katzenmensch.
Nur erkennt mich der Gesetzgeber erst gar nicht an.
Ja, Ihr habt richtig gehört! Nur weil ich Miau und nicht Wuff mache...
Während es explizit ein AssistenzHUNDEGesetz gibt, kommen in der Gesetzgebung andere Tiere quasi gar nicht vor.
Das ist Diskriminierung!!! (Anmerkung von Papa: Es heißt Speziezierung)
Aber schauen wir uns mal die generelle Rechtslage zu EUT an.
ESA/EUT in Deutschland
In Amerika sind ESAs klar geregelt. Und hier... Pustekuchen!
Es gibt nicht eine gesetzliche Regelung, die ein EUT regelt. So nennt Papa das übrigens auf deutsch. Ein EUT - emotional unterstützendes Tier.
Was sagt das Assistenzhundegesetz (Behindertengleichstellungsgesetz §12e-i BGG) und die Assistenzhundeverordnung (AHundV)
Die nach dem Assistenzhundegesetz und der Assistenzhundeverordnung einzige hierfür zugelassene Spezies ist ein Hund.
Ferner sind dort folgende Assistenzhunde festgehalten:
- Blindenführhunde
- Mobilitätsassistenzhunde
- Signalassistenzhunde
- Warn- und Anzeige-Assistenzhund
- PSD-Assistenzhund
Die Assistenzhunde im Detail
Blindenführhund
Der Blindenführhund ist die wohl verbreitetste Assistenzhundeart. Er führt Blinde oder Sehbehinderte Menschen sicher durch die Gegend. Er führt an Hindernissen vorbei, zeigt Treppen, Ampeln, Türen oder Zebrastreifen an.
Mobilitätsassistenzhunde
Ein Mobilitätsassistenzhund ist für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen gedacht. Er hebt Gegenstände auf, öffnet und schließt Türen, betätigt Lichtschalter, stützt beim Aufstehen oder holt Hilfe.
Signalassistenzhunde
Ein Signalassistenzhund ist für Gehörlose oder stark gehörbeeinträchtigte Menschen gedacht. Er macht Geräusche physisch wahrnehmbar. Er ist trainiert auf Wecker, Türklopfen oder Klingel, Babygeschrei Feueralarm...
Warn- und Anzeige-Assistenzhunde
Der Warn- und Anzeige-Assistenzhund riecht gesundheitlich bedenkliche Gerüche am Menschen und macht sich bemerkbar. Er ist für Krankheiten wie Diabetes oder Epilepsie entwickelt worden.
PSD-Assistenzhund
Ein Psychosozialer Assistenzhund ist für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gedacht wie posttraumatische Belastungsstörung, Angststörung, Depression oder Autismus. Er erkennt Stress- und Paniksymptome und schaft physische Distanz oder schirmt vor Reizüberflutung ab, indem er den Betroffenen an einen anderen, ruhigeren Ort bringt. Er weckt aus Albträumen oder übt gezielt Körperdruck aus.
Nur mit einer anerkannten Ausbildung darf er sich Assistenzhund nennen.
Der Speziezismus und warum ich damit ein Problem habe
Was kann ein Hund, was eine Katze oder anderes Tier nicht kann
Was kann ich - Sam - genauso:
nun, Ich persönlich kann so einiges. Neben süß aussehen und schmusen und kuscheln, habe ich tätsächlich gelernt, meinen Papa zu "wecken". Mein Papa ist durch sein ADHS manchmal nicht da. Ok, er ist da, aber nicht wirklich. Er ist dann in seinen Gedanken gefangen und wenn ich das mitbekomme, dann habe ich folgendes von selbst gelernt: Wenn ich Papa anstupse, kommt er wieder her, kuschelt mit mir und - ES GIBT LECKERLI :-). Außerdem bin ich tatsächlich kurz davor, dass ich Türen öffnen kann. Auch Lichtschalter kenne ich mittlerweile, aber dafür bekomme ich dann meist Ärger.
Warum die Katze für manche Menschen der bessere Assistent ist
Was kann eine Katze und was kann ein Hund? Dazu hat die Wissenschaft zahlreiche Untersuchungen. Dazu erfahrt Ihr in Kürze mehr.
So viel sei aber schon mal Verraten: Ich muss nicht Gassi gehen und kümmere mich um mich selbst. Außerdem bin ich klein, süß und Kuschelig. Das ist doch auch was wert, oder etwa nicht?